Medizinwege

Als ich Krankheit als Weg und Krankheit als Sprache der Seele auf den Stapel “wegdamit” legte, fühlte ich mich befreit. Mein Denken, mein Empfinden und mein Handeln besteht nicht mehr aus Schuld und Sühne.

Du hast etwas falsch gemacht, falsches gegessen, gedacht, nicht genug geglaubt, geliebt … usw. Jeder Satz ein Schlag, eine Zurechtweisung. Ohne Reflektion immer und immer wiederholt, bis Mensch sich demütig beugt und krank wird. Dann sind sie wieder da und wissen genau was du jetzt tun oder lassen sollst. RatSchläge. Es ist eine durch und durch patriarchale Welt der Zurechtweisung, Bestrafung und Belohnung nur über Leid.

Ich nicht mehr, nein, ich nehme es nicht an, ich gebe es nicht weiter wegdamit :-) Ich tanze, singe, lache, weine andere, meine Medizinwege.

IMG_0552

Die letzte Rauhnacht und auf geht’s

Die Nacht vom 5. auf 6.1. ist also nun die letzte Rauhnacht bei mir die 13. Nacht. Da ziehe ich die letzten Karten, die 13. das Fazit, Zusammenfassung des kommenden Jahres.

Ich eröffnete mit der Rabenrassel und schon stand eine Bärin vor mir und tanzte zu meinem Rhythmus.  Die Räuchermischung, einfach nur traumhaft, schmeichelte alle Sinne.

Die letzte Nacht ist die Nacht der Percht. Das wilde Weib lebt an der Grenze zwischen Anderswelt und Hierwelt.  Hohe Alte, sie ist Hagazussa, Zaunreiterin zwischen gestern und morgen, sie ist auch die Zeitlosigkeit der sich immer wieder erneuernden Zyklen.

Wächterin der Frauen mit strengen Regeln: Sie sollen nicht spinnen, weben, waschen, putzen, keine schwere Arbeit. Schonung ist angesagt. Zu Zeiten meiner Großmutter war Waschtag noch Schwerstarbeit für einen ganzen Tag.

Waren es drei Frauen oder 3 Könige? die 3 Bethen? Wer wird den nun gefeiert? Für mich sind es die drei Frauen die in der Volkskunde bekannter sind, sie sind Schutzgöttinnen für uns Frauen.

Der Kult der der drei heiligen Frauen, das Buch von Kurt Derungs und Sigrid Früh erzählt viel über den mythischen und geschichtlichen Hintergrund.  Noch ein Artikel über die Bethen.

bdreifrau

Berchtesgaden, der Garten der Percht. In Süddeutschland und in den Alpenregionen gibt es noch viele lebendige Bräuche zu dieser Perchtenzeit und den Rauhnächten.

Dann zu den Karten

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Bis ich das alles verstanden habe, braucht es Zeit, die gebe ich mir. Es wird jedenfalls ein lustiges und spannendes Jahr werden. Ganz klar sind einige Aufgaben und die Gewichtung liegt mal wieder auf der schamanischen Arbeit. Im vergangenen Jahr habe ich pausiert. Es waren viele Einzeltermine und keine Seminare. Themen vertiefen, neues hinzufügen, einmal mischen und dann wieder von vorne und nochmals zurück. So kann ich es beschreiben.  Na dann, ich habe die Ahnen, Verbündete, Freunde an meiner Seite, das wir alles wunderbar.

Rauhnacht und Vollmond in Gedanken an Kintsugi

Tea_bowl_fixed_in_the_Kintsugi_method

Heute ist die vorletzte Rauhnacht, die Ahnen warten bereits auf den Rauch, den Gesang, den Klang der Trommel. Wolfsmond, der 1. Vollmond in 2015. Im Einklang mit den uns umgebenden Kräften, eintauchen in ein gemeinsames Kraftfeld.

Ich möchte diese Zeit nützen und einen klärenden Strich machen, aussteigen aus dem Schleudergang der Gefühle die in den Rauhnächten wirbelten. Nein, nicht plötzlich, es war zu erwarten in der langen Kette der Ereignisse. Ich vergebe, mir und allen die daran beteiligt sind. Ich habe Fehler gemacht, sie eingestanden und daraus gelernt, vor allen Dingen Selbstachtung, Achtung und Wertschätzung. Ich werde mich aber nie wieder zum Handlanger machen lassen, ich tauge auch nicht als Sündenbock. Schicksal ist eine seltsame Freundin, sie zeigt sich in allen Farben die du willst, nur die Farbe “ich kann ja nicht weil… du schuld bist… Finger auf mich gerichtet, die geht nicht mehr. Abgelehnt. Mach dein Leben bunt, übernimm deine Verantwortung und sei glücklich mit deiner Wahl.

Das Angebot für diese Nacht, wer das nicht verstehen kann und will, möge bitte die “Freundschaft” mit mir beenden, auch einen Schlussstrich ziehen. Danke für die gemeinsame Zeit, aber nun ist es besser weiter zu ziehen in Ehrlichkeit und Wahrheit. Auch dich liebe Tochter verabschiede ich in Achtung und Liebe.

Ich werde mich auch vor niemand mehr rechtfertigen für das was ich bin und wie ich meinen Weg gehe, denn Niemand hier ist den Weg in meinen Schuhen gegangen. Niemand hat das Recht mich zu beurteilen. Einzig den Ahnen, den Verbündeten schulde ich Erklärungen.

Nachdem, das letzte Jahr von vielen “Unfällen” geprägt war, mir viele Steine in den Weg gelegt hat, baue ich mir daraus einen neuen Weg. Ich habe verstanden und ich sage ja, ich bin bereit den eigentlichen alten Weg in meiner schamanischen Berufung weiter zu gehen.

Danke und eine gesegnete Nacht für Euch, trinkt aus dem Mondkelch, wascht euch mit Mondwasser, seid still. lauscht und dann singt und lasst euch tanzen von den heilenden Klängen.

Wenn etwas zebrochen ist wird es in Japan nicht weggeworfen. Kintsugi – die Einfachheit und die Duldung der Fehlerhaftigkeit stehen im Zentrum dieser Anschauung, die Goldverbindung, die den Makel hervorhebt.

Die nächste Rauhnacht ist die letzte für diesen Zyklus und dann werde ich die Karten des Jahres ansehen. Ich freue mich.

Bildquelle: siehe o.g. Wikipediaartikel

von Spuk, Spucken und Schwellenzeit

kali

In vielen alten Häusern gibt es Schwellen, Türschwellen. Sie hatten eine gute Aufgabe, sie trennten drinnen von draußen, unterschiedliche Räume, Nutzungen. Der oder das kommt mir nicht mehr über die Schwelle, ein Spruch der dazu gehört. Bräute werden über die Türschwelle getragen, damit die dort wohnenden Geister sie nicht bemerken und berühren können. Der Brautschleier erinnert daran und die scheppernden Dosen hinterm Gefährt. All das soll die bösen Geister fernhalten. Tote Katzen oder auch Babys wurden unter der Schwelle begraben um die Geister zu besänftigen. Tote werden auf Brettern oder in Särgen über die Schwelle getragen, damit sie wirklich aus dem Haus sind und die Schwelle nicht mehr betreten. Rund um den Globus gibt es viele Rituale und Bräuche zu dem Thema.

In der heute barrierelosen Zeit werden Schwellen, Grenzen leicht überschritten, da oft nicht mehr wahrgenommen, ob im zwischenmenschlichen oder im allgemeinen Bereich. Da werden Grenzen mit Waffen verteidigt und überrannt.

Andererseits ist es sehr gut für Menschen mit Handicap ist es dadurch einfach durchs Leben zu kommen.

Wenn du Probleme mit Grenzüberschreitungen hast, dann kannst du dir leicht eine imaginäre Schwelle bauen. Doch welche Geister, welche Schadzauber kommen denn heute über die Schwelle? Ihre Namen sind oft Missgunst und Neid, Verdrehungen, Drohungen und üble Nachrede. Sie wirken in dem Moment wo Du Kenntnis davon hast.

Im schamanischen Kontext ist jeder Wechsel zwischen Welten mit überschreiten einer Schwelle gekennzeichnet. Einfach hinein stürmen funktioniert nicht gut. Achtsames gehen, innehalten an bestimmen Punkten bringen da viel weiter. Der Zugang zur Anderswelt ist eine Tür mit einer Schwelle. Wenn du an dieser Tür anklopfst, sie aufmerksam durch schreitest wird es viel leichter sein.

Schwellenzauber sind wirksame Mittel. Spucke auf die Stelle die du als Schwelle ansehen willst und banne damit. Spucke ist magisch. Auch Wortzauber sind wirksam, schreibe es auf ein Blatt Papier, beschwere es mit einem Stein, besiegle es mit deinem Urin oder einem Tropfen Blut. Du kannst die Helfer, Verbündeten  der Anderswelt bitten hier zu wachen. Aber vergiss nicht sie gut mit Nahrung zu versorgen und bald wieder zu entlassen. Alles was gebunden ist muss auch wieder gelöst werden sonst erstarrt dein Leben. Die Rauhnächte sind eine sehr gut Zeit sich mal wieder um Schwellen, Hindernisse aber auch Leichtigkeit zu kümmern.

Das Jahr 2014 war ein hartes Lehrjahr für mich. Ich bin durch, hab keinen größeren Schaden genommen und bin um viele Erkenntnisse reicher und klarer in meiner Sicht. Ich sage allen Beteiligten Danke dafür. Ich verteile keine Schuld, es macht keinen Sinn und bringt nicht weiter. Ich sammle Erfahrungen, mehr nicht.

Viel Glück und Freude, Gesundheit und Weisheit wünsche ich fürs Jahr 2015.

Mein Motto für 2015, ist Lachen, Leben, Lieben, Tanzen, Singen und Lernen :-)

Der Duft der Rau(c)hnacht

Traditionell ist es zur Rauhnacht eine Räuchermischung zusammen zu stellen. Ich habe eine große Auswahl an verschiedenen Gewächsen die ich sammle für  Räucherungen. Selten mache ich eine Mischung, ich bin  Puristin und räuchere lieber jeden Stoff einzeln. Ich spüre in den Duft hinein, lausche was er mir zu sagen hat, sende meine Gebete mit ihm ins Anderland zu den Verbündeten und Ahnen, lege mein Herz und alles sein da mit hinein. Erst wenn ich die Einzelteile kenne kann ich sie zu einem Thema zusammen stellen. Ich verwende nie gekaufte Mischungen und meine Räucherkräuter müssen auch icht um den Erdball fliegen, sie wachsen hier.

Zur Zeit packen wir Umzugskisten und so saß ich da, hatte meine ganzen Räucherstoffe um mich herum versammelt. Roch, prüfte, schmeckte, versuchte und dann alles noch einmal. Was und wie sollte ich es machen? Dann standen da noch 3 Gläser vom Sommer 2014. Blüten, Blätter, Moos, Hölzer, Harze, einfach alles was ich auf meinen Reisen, im Garten, auf Feld, Flur, Wald in diesem Jahr gesammelt hatte. Da ist es, ja! Eine Jahresräucherung. Alles zusammen in den Mörser und….? Wunderbar ist es geworden. Eine Erinnerung an diesen wunderbaren Sommer, Portugal, Frankreich -Perpignan, Katharerland, Albigenserträume, und im Herbst noch einmal – Le Havre, Carnac, Bretagne, Brocéliande, Mont Saint-Michel  … usw.  Dazu meine Wälder und Wiesen hier und der Garten. 3 kleine Steine Rosenweihrauch aus Griechenland kamen noch zum Schluss hinein für die Süße und den Segen.

sommer 2014

Fertig und es duftet wunderbar, es zaubert ein Lächeln in eine kalte Winternacht, öffnet den Träumen die Tür. Dann habe ich einige Säckchen gepackt um meine Freundinnen ebenfalls mit dem Duft zu überraschen :-)

Wer es gerne traditionell mag, dem empfehle ich diese Mischung aus dem Buch “Heilmittel der Sonne”

Nordischer Weihrauch – Brauchtum zur Wintersonnenwende

Lange bevor der Weihrauch in unsere Breiten gelangte, verwendeten die nordischen Völker vor allem Immergrüne, Baumharze und Bernstein zur Räucherung. Aber auch andere Pflanzen wie die schutzmagische Engelwurz eignen sich dafür.

• Angelikasamen 1 Teelöffel
• Bartflechte 2 Teelöffel
• Bernsteinbruch ½ Teelöffel
• Fichtennadeln 1 Teelöffel
• Immergrünblätter 1 Teelöffel
• Kiefernsprossen 2 Teelöffel
• Kiefernharz 1 Esslöffel
• Mistelkraut 1 Teelöffel
• Wacholderbeeren und -nadeln je 1 Esslöffel
• Tannennadeln 2 Teelöffel

Bis auf Bernstein (Mineralienfachhandel) sind alle Zutaten in Läden für Räucherbedarf oder in Kräuterläden erhältlich. Herstellung von Räucherkegeln: Die Bestandteile in einem Mörser zerkleinern und in einer Schüssel vermischen. Gelbildner (Tylose H 300) im Verhältnis 1:10 mit kaltem Wasser ansetzen, ab und zu umrühren und nach etwa einer Stunde in die zerkleinerten Pflanzenteile einarbeiten. Die feuchte Masse zu Kegeln kneten und auf Backpapier drei bis vier Tage lang trocknen lassen – fertig! Nun kann man die Räucherkegel in den Rauchnächten in einem feuerfesten Räuchergefäß auf glühende Räucherkohle setzen und den Rauch im Uhrzeigersinn durch die Räume tragen.

Quelle: “Heilmittel der Sonne” (AT Verlag) von Margret Madejsky und Olaf Rippe zu bestellen unter: http://natura-naturans.de/buch/buch.htm

Noch ein schöner Beitrag Filmbeitrag aus Bayern zum Räuchern und den Rauhnächten.

Rauhnnächte 2014

Ich lese Luisa Francias Horoskop 2015 Heute ist die 3. Rauhnacht für mich, 13 Kerzen für 13 Nächte. Ich beginne am 23.12. zu zählen.Es steht vieles an was neu bedacht werden will, deshalb Rückzug.

Da ich selbst nicht viel Ahnung von Astrologie habe, aber eine wache Intuition, im Ohr das Gespräch mit meiner astrologisierenden Freundin Margret, Luisas Horoskop, die Bärin im 11. Haus.

Wir haben noch ein Saturnjahr bis 21.3.2015.  Saturnia, die große Lehrerin kommt ca.  zum 30. und 60 Geburtstag wieder in die Konstellation wie zur Geburt. So als wolle sie nachschauen, was ich aus meinem Leben gemacht habe, mache. Das erklärt so manches was in diesem Jahr hier so abgegangen ist, einschließlich mehrere Unfälle wie Sehnenanriss in der Schulter, Prellung bei Salto in der Badewanne, Rippen geprellt, Ausrutschen im Schwimmbad mit Prelllung im Knie und Knöchel.

Es hat zu Trennungen geführt, aus- und aufräumen. Ich habe letzte Woche die realen und energetischen Hinterlassenschaften unserer Mitbewohnerin endlich komplett verabschiedet. Familie hat es durchgerüttelt, übrig geblieben ist nicht viel. Wir werden im Februar umziehen, weil uns hier der Schimmel auf den Leib rückt…… heftig genug für ein Jahr. Das Resüme der Jahresziehung haben es ja angedeutet. PC240013 Gieße aus die Becher der Bitterkeit, stehe auf und gehe wieder auf die Sonnenseite. Aber Vorsicht, zu viel Sonne macht Sonnenbrand. Nimm es wie ein Kind mit offenem Herzen, freue dich daran aber sei nicht kindisch.

Ich sehe mir nochmals die Karten des vergangenen Jahres an und erkenne die Zusammenhänge. Ich liebe diese Langzeitstudien mit dem Tarot. Nicht die schnell mal gezogene Karte offenbart ihr Geheimnis ganz. Erst die Betrachtung eines längeren Zeitraumes gibt Anhaltspunkte und Erkenntnis.

p1070186

Die Fragestellung ist einfach und immer gleich. Wie wird (z.B.) der Januar 2015 usw. alle Monate durch. Zuletzt ziehe ich als 13. Karte das Resüme. Es sind immer noch diese Daughters of the Moon für den inneren Weg und Raider Waite für die Umsetzung im äußeren Weg. Das stimmt für mich seit Jahren. Meine Erfahrung ist, je länger und intensiver ich ein Decke nutze und kennenlerne um so leichter verstehe ich es. Im übrigen bin ich keine Freundin des Selbstbetruges  nützt ja nichts. 😉

Es gibt so viele Bräuche zu den Rauhnächten und ich merke, dass die Suchanfragen hier im Blog um dieses Thema steigen. Ich habe schon lange begonnen, meine eigenen Rituale zu erschaffen, weil sie genau zu mir passen.

Dieses Jahr z.B. dachte ich Barbarazweige am 4.12. schneiden, das gefällt mir. Ich habe es nicht gemacht, weil es mir unsinnig erschien, Zweige an Bäumen abzuschneiden, ins Haus zu stellen und zu warten bis an Weihnachten blühen. Die grünen Tannenzweige liebe ich, die gehören dazu. Wie du das machst ist deine Sache und alles was du bewusst tust hat Magie und Wirkung.

Das war Ethnomedizin

Vom 30.10.-2.11.2014 war ich in München zum Kongress schamanische Ethnomedizin 2014

Erstmal das Hotel Mariandl, um die Ecke von Tagungsort. Einfach Klasse, irgendwie anders, alt, stylisch, sehr schmackhaftes Essen, exzellentes Frühstück, abends traumhafte Musik,  … bis 23:00 … Ohrstöpsel nicht vergessen! :-) sehr nette, hilfsbereite Leute.  Das war das Highlight des Wochenendes.

PA310215

PA310217

Der Kongress, nunja, nachdem ich selbst 20 Jahre mehrmals jährliche große Tagungen mit internationalem Publikum, Politikern, vielen Nationen, organisiert und durchgeführt habe, ich weiß wie es geht. Also bin ich gespannt, wie es hier ist. Veranstaltungsort ist die Medizinischen Fakultät der Universität München. Ich bin mit Christina unterwegs, die ich auch schon viele Jahre kenne.

PB020238

Was erwarte ich? Ok, ich hatte Glück und habe direkt am Anfang ein Frühbucherticket für 129 Euro bekommen. Wer zuletzt gebucht hat musste immer hin schon 290 Euro zahlen. Die Referentinnen und Referenten, eine sehr interessante Mischung aus verschiedenen Ländern und Ethnien. Und doch, irgendwie habe ich das Gefühl, das hier ist zu professionell, da fehlt der Zauber, die Berührung. Gefühlsmäßig habe ich mich für die Vorträge im kleinen Hörsaal anstatt dem Großen entschieden. Gut so, er hat Fenster, im großen Saal, eben wie ein Hörsaal, keine Fenster. Nichts für mich!

Samstag morgen um 6 Uhr, eintragen in die Workshoplisten. Ich kenne die Referenten nicht, die Themen klingen spannend und manches war ein Flop.

Morgenritual am Samstag um 6 Uhr! Wow, ich bin wach und unterwegs!

PB010229

Vormittags mehrere Vorträge, mit jeweils 5 Minuten Pause. Wer mal muss hat Pech wenns länger als 5 Minuten dauert, so wie ich :-) Der Zutritt zum Saal wird mir verweigert, keine Chance, die Referenten dürfen nicht gestört werden. He Leute, ich finanziere das hier mit! Das finde ich unmöglich. Die Mittagspause war sehr kurz und weiter geht es mit Workshops. Um 18 Uhr ist dann Schluss. Sonntags erst um 7:15 hängen die Workshoplisten aus. Zwischendurch schlendern zwischen Ständen. Räucherungen, Edelsteine, Wasservitalisierung, Trommeln, Taschen, Bücher etc. Das einzige was ich kaufe eine keine Räucherschale mit 3 Füßen in Form von Totenköpfen. Ist ja Samhain :-)

Abends sitze ich im Mariandl, hole tief Luft und lasse Revue passieren. Ich empfehle die Karotten-Ingwer-Suppe … einfach köstlich! Vieles war spannend, neu war nichts. Guadarrama Kokopelli Jorge A. aus Mexiko und besonders sein Vater, ein charismatischer Mensch, wir haben uns umarmt, und da war ein Feuer des Verstehens.

Für mich war das auch wieder eintauchen in  die Welt der Esoterik. Beim Open Healer Forum nach den Vorträgen am Vormittag konnten Fragen an die ReferentInnengestellt, diskutiert usw. werden. Das gefiel mir sehr gut, bestätigte in vielem meine Sichtweise der Ganzheitlichkeit und nicht der “Suche nach der Schuld … möglichst anderer”.

Fazit:Ich weiß, die Realisierung so eines Kongresses ist nicht einfach, kleine Pannen passieren nun mal. Was absolut nicht geht ist die Arroganz der Türsteher. Ich werde nie wieder so einen Kongress besuchen. Solche Großveranstaltungen sind nichts für mich. Ich sitze lieber mit Menschen vertraut am Feuer, wir tauschen Wissen aus von Herz zu Herz.

Sonntag abend fühle ich mich ausgelaugt, müde und will schnell nach Hause. Die Lufthansa hat das sehr gut geschafft :-) Es war gut nicht mit der Bahn zu fahren, dieses stundenlange enge herumsitzen ist nichts für mich.

PB020236

Tschüss München :-)